Ästhetik
Die in den letzten Jahren enorm gestiegenen Ansprüche vieler Patienten
im Hinblick auf das ästhetische Ergebnis einer zahnärztlichen Behandlung
haben dazu geführt, dass zum Teil bekannte therapeutische Maßnahmen
wie das Bleichen von Zähnen heute auf breiter Basis praktiziert
werden.
Interne Verfärbungen eines Zahnes sind Farbstoffe, die sich bei
einer früheren therapeutischen Behandlung mit Medikamenten festgesetzt
haben. Zum anderen können sich Einlagerungen von Blutpigmenten nach
einem Stoß gegen den Zahn im Zahnbein festsetzen. Bekannt sind auch
die wurzeltoten Zähne, die nach geraumer Zeit schnell nachdunkeln
nach bestimmten Füllungstechniken.
Hier können wir in solch einem Fall eine interne und externe Bleichung
einsetzen.
Im Zusammenhang mit einer umfassenden restaurativen Rekonstruktion
eines nervtoten Zahnes mittels speziellen Kunststofftechniken
kann normalerweise die gewünschte Helligkeit und auch im begrenzten
Umfang die Farbe verändert werden.
Allgemein läßt sich eine zeitlich begrenzte leichte Sensibilisierung
der Zähne auf heiß und kalt bei gesunden Zähnen feststellen.
Die externe Bleichung betrifft alle Methoden, die das Bleichmittel
auf die Oberfläche des Zahnes aufbringen. Hier wird wieder unterschieden
zwischen Home-Bleaching mittels Schienen, die auf die Zähne gesetzt
werden. Diese muß die zu bleichenden Zähne vollständig umfassen.
Zu hause wird das Mittel in die Schiene gegeben und dann für längere
Zeit getragen(ein bis mehrere Stunden). Nachteil ist die Anfertigung
einer Schiene, sowie das lange Tragen bis das gewünschte Ergebnis
erreicht ist. Zahnfleischirritationen können auftreten. Sogenannte
White strips werden auf die Zähne geklebt. Nachteil: lange Tragezeit,
schlechte Reinigung der Zähne und ein unsicheres Ergebnis.
Das In-Office-Bleaching bedeutet die Bleichung der Zähne in der
Praxis in nur einer Sitzung. Der Patient sieht vorher den Ist-Zustand,
das heißt seine Zahnfarbe und kann dann selbst mitbestimmen wie
weit er die Zähne aufgehellt haben möchte.
Bei normalen Ausgangsbedingungen können mindestens 3 Helligkeitsstufen
in der Aufhellung erreicht werden, häufig mehr.
Zur Methode: Voraussetzung ist eine professionelle Zahnreinigung,
die nicht länger als eine Woche zurück liegt allerdings ohne anschließende
Fluoridierung. Das Zahnfleisch wird geschützt mit Kofferdam, einem
Gummituch das über die Zähne gespannt wird.
Alle Zahnareale, die nicht gebleicht werden, erhalten einen zusätzlichen
Schutz. Die Zähne können zusätzlich zur Verstärkung der Therapie
vorher konditioniert werden. Jetzt wird das Bleichmittel aufgetragen
mit definierter Einwirkzeit. Zur weiteren Verstärkung kann ein
starkes Licht bestimmter Wellenlänge eingesetzt werden. Nach jedem
Auftrag kann der Soll-Zustand von dem Patienten überprüft werden.
Wenn die gewünschte Helligkeit erreicht ist, wird ein Schutzlack
aufgetragen zur Zahnschmelzhärtung. Vorteil ist, wir können rein
Ergebnis orientiert verfahren.
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